Förderung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien in Wohngebäuden


Austauschpflicht nach GEG


Das am 01.11.2020 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz (GEG) enthält die energetischen Anforderungen an Neubauten und die Modernisierung von Bestandsbauten - u.a. die Austauschpflicht für Ölheizungen und Gasheizungen, die vor dem 1. Januar 1991 installiert wurden bzw. älter sind als 30 Jahre. 

Die Austauschpflicht gilt für alle Heizungen mit Konstanttemperaturkesseln: Gas- und Ölheizungen, die mit konstant hohen Systemtemperaturen von 70 bis 90°C arbeiten und nicht geregelt werden können. Sie gilt nicht für Niedertemperatur-Heizkessel und Brennwertkessel. 

Ausgenommen sind Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die ihr Haus seit dem 01.02.2002 selbst bewohnen, sofern das Gebäude nicht mehr als 2 Wohnungen aufweist. 

Bei Eigentümerwechsel - durch Kauf, Erbschaft oder Schenkung - besteht automatisch eine Sanierungspflicht. Sie ist innerhalb von 2 Jahren zu erfüllen und umfaßt folgende Maßnahmen:

  • Dämmung der obersten Geschossdecke
  • Modernisierung der Heizung (Austausch von Konstanttemperaturkesseln) 
  • Dämmung warmwasserführender Rohre in unbeheizten Räumen


Heizkessel dürfen längstens bis 31.12.2044 mit fossilen Brennstoffen betrieben werden.´.



Bundesförderung für effiziente Gebäude


Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Einzelmaßnahmen (BEG EM) für Heizungsoptimierung und Anlagen zur Wärmeerzeugung einschließlich der energetischen Fachplanung und Baubegleitung.

Im Rahmen der Heizungsoptimierung wird u.a. der Einbau von Flächenheizungen/kühlungen mit einem Grundfördersatz von 15% der förderfähigen Kosten bezuschusst.

Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik) sind u.a. Wärmepumpen und Solarthermieanlagen. Für Wärmepumpen beträgt die Basisförderung 30%, hinzu kommt ein Klimageschwindigkeitsbonus von 20% bis 2028 bei frühzeitigem Austausch alter fossiler Heizungen sowie ein Effizienzbonus von 5% für Erdwärmepumpen und bei Verwendung eines natürlichen Kältemittels. Die Förderung ist jeweils auf 30.000 Euro gedeckelt.

Energetische Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen in Zusammenhang mit der Förderung von Flächenheizungen, Wärmepumpen und Solarthermieanlagen erhalten einen Zuschuss von 50%, bei Ein- und Zweifamilienhäusern maximal 5.000 Euro, bei Mehrfamilienhäusern maximal 2.000 Euro pro Wohneinheit.


KfW-Förderprogramm 442 - Ladestation für Elektroautos in Kombination mit einer PV-Anlage

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert Ladestationen in Verbindung mit PV-Anlagen für selbstgenutzte Wohngebäude. Im Haushalt der antragstellenden Person muss ein Elektroauto zugelassen oder verbindlich bestellt sein. 

Gefördert werden PV-Anlagen ab 5 kWp Leistung, Solarstromspeicher ab 5 kWh Speicherkapazität und Ladestationen  mit mind. 11 kW Leistung. 

Die Förderung beträgt 600 Euro/kWp, maximal 6.000 Euro; 200 Euro/kWh, maximal 3.000 Euro und 600 Euro pauschal pro Ladestation. 



KfW-Programme 270 und 275 - Erneuerbare Energien Standard und Speicher


Der KfW-Kredit 270 fördert die Errichtung, den Kauf und den Anbau von Photovoltaikanlagen, der KfW-Kredit 275 fördert stationäre Solarstromspeicher in Verbindung mit PV-Anlagen bis 30 kWp.

Die Kredite werden in drei Laufzeitvarianten mit ein bis drei tilgungsfreien Anlaufjahren angeboten; der Kreditzins wird in der Regel über 10 Jahre festgeschrieben und orientiert sich an der Entwicklung des Kapitalmarkts.


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